Unten wird gespielt, oben analysiert

"Haus des Sportes": Kanuten und andere mit dem KHC unter einem Dach / Offen ab Juli

 


Nach Plänen von Architekt Michael Anton, selbst KHC-Mitglied, entsteht das "Haus des Sports" im Salinental.
Am Freitag feierte Vorsitzender Stefan Tullius (Mitte) mit Ehrengästen und fleißigen Handwerkern (hier die Zimmerer Harald Schneider (re.
) und Harald Mohr) Richtfest.
Foto: I.
Mittler
 

Vom 22.04.2006
 

Ab Juli wird das "Haus des Sports" im Salinental Vereinen und Gruppen offen stehen. Eigentümer ist der Kreuznacher Hockey-Club (KHC), der das alte Vereinsheim saniert. Am Freitag wurde Richtfest gefeiert.

 

Von

Isabel Mittler

"Möge der Neubau Segen bringen, möge er recht lang bestehen. Und wir das Werk, für das wir schufen, stets in frischem Aufstieg seh´n." Die Zimmerer Harald Schneider und Harald Mohr trafen mit dem Richtspruch ins Schwarze, denn der KHC befindet sich sowohl sportlich als auch die Mitgliederzahlen (zurzeit 450) betreffend im Aufwind. "Wir möchten das Haus schnell beleben", unterstrich Vorsitzender Stefan Tullius vor dem Gebäude oberhalb der Sportstätten im Salinental. Zwar wird der KHC das modernisierte und vergrößerte Haus für eigene Zwecke, unter anderem für die Jugendausbildung nutzen. Es steht aber auch anderen Sportlern zur Verfügung.

Da Kreuznach eben nicht nur Landesleistungszentrum für Hockey, sondern auch für die Sportarten Schießen sowie Trampolinspringen und Kanu (beides Olympiastützpunkte) ist wurde nach einem Haus gesucht, das für viele Sportler Treffpunkt ist. Mit der Stadtverwaltung und Mitgliedern der Kreuznacher Sportszene, so Tullius, seien gute Ideen zusammengeflossen, die ins KHC-Konzept, das mit dem Landessportbund abgestimmt wurde, passen.

"Das Haus ist ein wesentlicher Baustein für die Sportstadt Bad Kreuznach, wir sind froh, einen Beitrag dazu leisten zu können", unterstrich Tullius. Bei der Konzeption berücksichtigt wurde die Refinanzierung des Projektes (Mieteinnahmen, Pacht), dessen Gesamtkosten sich auf rund 610 000 Euro belaufen. 50 Prozent der Kosten trägt das Land, zehn Prozent übernimmt die Stadt, der Rest wird aus der KHC-Vereinskasse gezahlt (wir berichteten).

Das Fundament des KHC-Heimes, das Anfang der 60-er Jahr errichtet worden war und dessen Flachdach undicht wurde, an dessen Fenstern und Fassade ebenfalls Zeit nagte, wurde erhalten. Im aufgestockten Obergeschoss werden ein Büro und acht Zimmer mit 21 Betten eingerichtet. Hier können Sportler übernachten, die an Lehrgängen, Camps und Trainingslagern teilnehmen. Im erweiterten Erdgeschoss entstehen Seminar- und Schulungsraum für bis zu 30 Personen. Für Konferenzen und Tagungen können weitere Räume von insgesamt bis zu 140 Personen genutzt werden. Diese Räume sollen auch gastronomisch bewirtschaftet werden. "Leider konnten wir bisher keinen passenden Pächter finden", erläuterte Vereinsmanager Stephan Rothländer. In der ersten Augustwoche wird der KHC ein Sportcamp für Kinder von zehn bis 14 Jahren anbieten. Vormittags dreht sich alles um Hockey - unten im Salinental wird gespielt, im Seminarraum per Video analysiert - nachmittags treten Fechter und Kanuten auf den Plan, für die in einem Anbau ein Bootslager samt Werkstatt errichtet wird.